19.09.2012

Wer redet ständig über Gott?


Kommentare:

spritkopf hat gesagt…

Komisch, ich dachte, Gläubige wollten über Gott diskutieren. Jetzt kommen wir Atheisten diesem Wunsch nach, aber das ist dann auch wieder nicht recht.

Im Übrigen scheint Ihnen die unfreiwillige Ironie Ihres Beitrages - und so gesehen Ihres ganzen Blogs - noch nicht aufgegangen zu sein. Sie bezeichnen sich als gläubig, reden aber die ganze Zeit über Atheisten, geben Ihrem Blog sogar einen Namen, der dieses Wort enthält.

stefan hat gesagt…

RE: spritkopf

Komisch, ich dachte, Gläubige wollten über Gott diskutieren. Jetzt kommen wir Atheisten diesem Wunsch nach, aber das ist dann auch wieder nicht recht.
Gegen eine gute Diskussion ist ja nichts einzuwenden, aber irgendwann müssen gerade militante Atheisten begreifen das sie eine Gottphobie haben die sie dazu zwingt sich andauernd gegenseitig bestätigen zu müssen das sie nicht wirklich wissen ob es Gott gibt oder nicht.

Im Übrigen scheint Ihnen die unfreiwillige Ironie Ihres Beitrages - und so gesehen
Ihres ganzen Blogs - noch nicht aufgegangen zu sein. Sie bezeichnen sich als
gläubig, reden aber die ganze Zeit über Atheisten, geben Ihrem Blog sogar einen
Namen, der dieses Wort enthält.

Nachdem dieser Blog zu meinen kleineren Blogs gehört und ich wirklich nur alle paar Monate etwas schreibe, kann ich nicht nachvollziehen wie sie auf “die ganze Zeit” kommen? Bei jedem Beitrag steht ein Datum und eine Uhrzeit … müsste eigentlich reichen als Angabe.

geben Ihrem Blog sogar einen Namen, der dieses Wort enthält.
Klar, damit jeder weiß worum es hier geht.
Und warum haben Sie ein Problem mit diesem Wortspiel “Atheistische Leere”, gibt es denn eine treffendere Bezeichnung als “Leer” für die atheistische Theologie?
Offensichtlich missfällt Ihnen das, als ich noch Atheist war, hätte mich das nicht gestört, da mir damals schon bewusst war das der Atheismus eigentlich Inhaltsleer ist.

spritkopf hat gesagt…

"Gegen eine gute Diskussion ist ja nichts einzuwenden, aber irgendwann müssen gerade militante Atheisten begreifen das sie eine Gottphobie haben die sie dazu zwingt sich andauernd gegenseitig bestätigen zu müssen das sie nicht wirklich wissen ob es Gott gibt oder nicht."

In Ihrer Aussage stecken gleich mehrere Fehler. Erstens haben die Atheisten, die ich kenne, keine "Gottphobie", sondern allenfalls eine Phobie gegen die unerfreulichen Begleiterscheinungen übertriebener Religiosität. Man kann keine Phobie gegen etwas haben, was es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht gibt.

Zweitens verfallen auch Sie in die Angewohnheit vieler Gläubiger, das Wort Atheist grundsätzlich mit dem Adjektiv "militant" zu versehen. Warum eigentlich? Zünden wir Ihnen das Haus (oder das Blog) überm Kopf an? Zwingen wir Sie mit vorgehaltener Pistole, Ihrem Glauben abzuschwören? Verstümmeln wir kleine Jungen als Zeichen seiner Bindung an die Gottlosigkeit? Nein, wir diskutieren und halten dabei unseren Diskussionspartnern die massiven Widersprüche ihres Glaubens und ihres heiligen Buches vor. Und das reicht offenbar schon dazu aus, um uns als "militant" zu bezeichnen. Naja, anscheinend ist das Wort in der Tat eine schärfere Waffe als das Schwert, wie schon das Sprichwort sagt.

In einem haben Sie allerdings recht. Wir haben zwar sehr viele Belege, die einen Gott höchst unwahrscheinlich machen, aber wir wissen nicht mit absoluter und hundertprozentiger Sicherheit um seine Nicht-Existenz. Im Unterschied übrigens zu den meisten Gläubigen, die entgegen sämtlicher Belege behaupten, dass es ihren Gott auf jeden Fall gäbe, selbst wenn er sich mit hunderten von anderen Göttern dieser Welt um den Platz in den Wolken balgen muss.

"Und warum haben Sie ein Problem mit diesem Wortspiel “Atheistische Leere”, gibt es denn eine treffendere Bezeichnung als “Leer” für die atheistische Theologie?

Ach, mit dem Wortspiel habe ich überhaupt kein Problem. Sie wissen gar nicht, was mein oder anderer Atheisten Lebensinhalt ist, daher berührt mich das auch gar nicht. Atheismus heißt einfach nur, dass wir es nicht nötig haben, einen in der Bronzezeit erfundenen Pappkameraden im Himmel zu unserem Lebensinhalt zu machen. Und wenn Sie von atheistischer Theologie reden, zeigt das nur, dass Sie grundlegend falsche Vorstellungen davon haben, was Atheismus und was Theologie bedeuten.

"Offensichtlich missfällt Ihnen das, als ich noch Atheist war, hätte mich das nicht gestört, da mir damals schon bewusst war das der Atheismus eigentlich Inhaltsleer ist."

Was Sie früher aus Ihrem Leben gemacht oder nicht gemacht haben und dass Sie es darum heute mit eingebildeten Vaterfiguren füllen müssen, ist mir wirklich wurscht.

stefan hat gesagt…

In Ihrer Aussage stecken gleich mehrere Fehler. Erstens haben die Atheisten, die ich kenne, keine "Gottphobie", sondern allenfalls eine Phobie gegen die unerfreulichen Begleiterscheinungen übertriebener Religiosität. Man kann keine Phobie gegen etwas haben, was es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht gibt.
Von einer Phobie spricht man immer wenn man Dinge krankhaft übertrieben wahrnimmt die es nicht gibt. "Unerfreulichen Begleiterscheinungen übertriebener Religiosität" gibt es in der BRD nur in den Köpfen von Atheisten mit Gottes- oder Religionsphobie. Denn die Religiösität anderer geht niemanden etwas an und da niemand gezwungen ist mitzumachen, ist die Aufregung mancher Atheisten darüber nur ein Kennzeichen für eine Phobie.
Und über was man eine Phobie haben kann oder nicht, hängt immer nur von psychischen Zustand des einzelnen ab.

Interessant dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Phobie und weiterführend http://de.wikipedia.org/wiki/Aversion

Zweitens verfallen auch Sie in die Angewohnheit vieler Gläubiger, das Wort Atheist grundsätzlich mit dem Adjektiv "militant" zu versehen.
Echt ... wo mache ich das?

Warum eigentlich?
Ja, würde mich auch inrteressieren warum sie mir das unterstellen.

Zünden wir Ihnen das Haus (oder das Blog) überm Kopf an?
Auch wenn mir das in der BRD noch nicht passiert ist, aber so etwas machen Atheisten mit Gläubigen. Geschehen zum Beispiel in der UDSSR, in China, in Kambodscha, in Nord Korea, in der DDR und vielen anderen atheistischen und menschenverachtenden Regimen.
Die Anfänge von solchen Tun sehen wir aber auch schon in der BRD. Man muss nur mal auf eine Demonstration für Lebensschützer gehen und beobachten was da im Vorfeld geschieht, wie atheistische Gruppen agieren und auch wie diese Gruppen als militante und gewaltbereite Demonstranten auftreten. Ist schon bezeichnend das Polizisten Christen vor Atheisten mit mangelnden Demokratieverständnis beschützen müssen.
Das sich Atheisten hier ähnlich aufführen wie Islamisten ist leider eine Tatsache und ein Hinweis darauf welche großen Probleme der Atheismus mit der Meinungsfreiheit und Toleranz hat.

Zwingen wir Sie mit vorgehaltener Pistole, Ihrem Glauben abzuschwören?
Das dies Atheisten machen, gab es schon oft in der Geschichte. Passiert bis Heute, zum Beispiel in Nord Korea.

Verstümmeln wir kleine Jungen als Zeichen seiner Bindung an die Gottlosigkeit?
Atheisten verstümmeln Kinder dadurch das man ihnen eine ausgewogene Erziehung und Bildung vorenthält. Die geistige Verstümmellung, die Erziehung zum Nicht-Wissen, ist schlimmer als ein Stückchen Haut.
Das viele konvertierte Salafisten aus einem atheistischen Elternhaus kommen, zeigt erschreckend auf welche Defizite diese Erziehung hinterlässt.

Nein, wir diskutieren und halten dabei unseren Diskussionspartnern die massiven Widersprüche ihres Glaubens und ihres heiligen Buches vor.
Schon der Gebrauch der Umschreibung "massiven Widersprüche" zeigt doch Ihre Probleme zu tolerieren das es religiöse Menschen gibt. Ich kenne etliche Atheisten die aus Respekt vor anderen Menschen das weder denken und noch weniger aussprechen. Es gibt Atheisten die schon mal die Bibel oder andere religiösen Schriften gelesen haben um überhaupt zu wissen was drinnen steht, um aber auch festzustellen das vieles was in religiösen Schriften steht nicht falsch ist, ja selbst für Atheisten zu 100 % mitzutagen ist. Zum Beispiel die philosophischen Bücher in der Bibel.
Das ist der Unterschied zwischen militanten Atheisten mit einer Gottes- oder Religionsphobie und aufgeklärte Atheisten die eine pluralistische Gesellschaft als Bereicherung sehen.

Weiter auf Teil 2:

stefan hat gesagt…

In einem haben Sie allerdings recht. Wir haben zwar sehr viele Belege, die einen Gott höchst unwahrscheinlich machen, aber wir wissen nicht mit absoluter und hundertprozentiger Sicherheit um seine Nicht-Existenz.
Es gibt keinen einzigen Beleg der Gott unwahrscheinlich macht. Sorry ....
Dieser Unsinn von der “Unwahrscheinlichkeit” Gottes fußt auf Unkenntnis über das wie religiöse Menschen Gott definieren und erleben. Natürlich ist das was man nicht kennt zuerst immer negativ: Was der Bauer nicht kennt mag er nicht und das gilt natürlich gerade für Atheisten.

Im Unterschied übrigens zu den meisten Gläubigen, die entgegen sämtlicher Belege behaupten, dass es ihren Gott auf jeden Fall gäbe, selbst wenn er sich mit hunderten von anderen Göttern dieser Welt um den Platz in den Wolken balgen muss.
Das nenne ich ein zusammenschustern von Weltbildern. Warum? Weil die Unterschiedlichkeit der Religionen diese Aussage nicht zulässt. Ich würde mich an Ihrer Stelle zuerst mit den Religionen beschäftigen. Dann würde auch Ihnen bewusst werden das ein "Überdenkammscheren" einfach nicht funktioniert.

Sie wissen gar nicht, was mein oder anderer Atheisten Lebensinhalt ist, daher berührt mich das auch gar nicht. Atheismus heißt einfach nur, dass wir es nicht nötig haben, einen in der Bronzezeit erfundenen Pappkameraden im Himmel zu unserem Lebensinhalt zu machen.
Hier sieht man wieder das Atheismus oft mit Intoleranz und mangelnder Bildung zu tun hat. Sorry, aber diese unqualifizierte Wortwahl bezeugt genau das.

Und wenn Sie von atheistischer Theologie reden, zeigt das nur, dass Sie grundlegend falsche Vorstellungen davon haben, was Atheismus und was Theologie bedeuten.
Atheismus ist eine Religion und das ich dieser Religion auch eine Theologie zugestehe ist viel mehr als Sie den Nicht-Atheistischen Religionen zugestehen würden.

Was Sie früher aus Ihrem Leben gemacht oder nicht gemacht haben und dass Sie es darum heute mit eingebildeten Vaterfiguren füllen müssen, ist mir wirklich wurscht.
... und deshalb betonen Sie es? Wenn mir etwas wurscht ist, las ich es liegen und gehe nicht darauf ein. Aber das ein ehemaliger Atheist offen über den Atheismus schreibt mag nicht jeden gefallen. Zeigt nur das es nicht falsch ist was ich hier mache.

stefan hat gesagt…

Es gibt hier noch weitere Beiträge von "spritkopf", die aber ausgesprochen beleidigend und erschreckend niveaulos sind. Wenn einer anfängt sich seine Wahrheiten zurechzubiegen, dann macht ein Gespräch keinen Sinn. Und erst recht macht es keinen Sinn mit jemanden zu diskutieren der sich in der Wortwahl nicht im Griff hat.

Es ist leider bei vielen extremen Atheisten zu beobachten das sie einen krankhaften Haß auf alles religiöse haben. Hierbei haben diese Atheisten eine erschreckende Ähnlichkeit mit anderen Extremisten, was wohl deutlich mach das jede Form vom Extremismus krankhaft ist.
Ich sprach in einem Beitrag in diesem Thread von einer Phobie und genau das können wir hier wieder beobachten. Leider!

Als mitfühlender Mensch kann ich nur sagen: Junge, geht zum Arzt

Als gläubiger Mensch kann ich nur eines tun: Spritkopf, ich bete für Dich das Du Deine Probleme in den Griff bekommst

PS: Parallel hierzu diskutiere ich in einem Forum mit einigen Muslimen. Von ursprünglich 6 Muslimen sind noch zwei übrig (die 4 anderen sind gegangen "worden" weil sie sich nicht benehmen konnten) und es freut mich sehr das diese beiden Muslime Herz und Verstand haben und wirklich zu einem ergebnisoffenen Dialog fähig sind. Das ist bemerkenswert und von diesen beiden Muslimen können viele Atheisten eine Menge lernen.

Buddler hat gesagt…

da wir die weiteren Antworten von spritkopf hier nicht lesen können, muss man leider glauben, dass dem so ist - und das ist von Atheisten etwas viel verlangt :-)
aber da dies das Internet ist, brechen in der Anonymität gerne mal die Dämme (das ist nicht auf das Thema Religion beschraenkt), deswegen aber allen Atheisten eine Phobie zu unterstellen, geht dann doch zu weit...
Übrigens legen Atheisten relativ wenig Wert darauf, das man für sie betet...wie sollte das auch helfen? glaubt man an Gott, musste er/sie/es ja auch die Atheisten geschaffen haben und sollte sich dabei etwas gedacht haben.

stefan hat gesagt…

da wir die weiteren Antworten von spritkopf hier nicht lesen können, muss man leider glauben, dass dem so ist - und das ist von Atheisten etwas viel verlangt :-)
Spätestens dann wenn eine Diskussion von Hass getragen wird, sollte man es sein lassen. Ich habe "spritkopf" einen Gefallen getan das ich seine Worte nicht veröffentlicht habe, denn sie sind alles andere als OK.
Es gibt Atheisten die Probleme haben Ihren Hass zu zügeln und zu regelrechten Religionshassern werden. Dabei haben diese Atheisten eine erschreckende Ähnlichkeit mit anderen Extremisten - religiösen oder politischen - die so weit geht das selbst die Wortwahl ähnlich ist.

Diesen Menschen stelle ich hier keine Plattform zur Verfügung.

aber da dies das Internet ist, brechen in der Anonymität gerne mal die Dämme (das ist nicht auf das Thema Religion beschraenkt), deswegen aber allen Atheisten eine Phobie zu unterstellen, geht dann doch zu weit...
Wo unterstelle ich allen Atheisten eine Phobie?

glaubt man an Gott, musste er/sie/es ja auch die Atheisten geschaffen haben und sollte sich dabei etwas gedacht haben.
Gebete helfen weil Gott die Bitten erhört und nicht durch Akzeptanz der betroffenen Person. Es ist auch egal ob die Person das erfährt, es ist unwichtig. Hauptsache ist es das die Gebete helfen und ich kenne viele Fälle wo Gebete geholfen haben.
Und wenn man es ehrlich meint und man wirklich uneigennützig für anderebetet, ist es sogar in vielen Fällen besser das die betreffende Person nicht erfährt das man für sie gebetet hat.

glaubt man an Gott, musste er/sie/es ja auch die Atheisten geschaffen haben und sollte sich dabei etwas gedacht haben.
Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und das gilt sogar für Atheisten wie Stalin. Ob man gläubig ist oder nicht bleibt jeden selber überlassen. Wer Gott kennenlernen will, kann es tun. Wer das nicht möchte, kann Atheist bleiben. Gott lässt jeden Menschen die Wahl, da er jederzeit auch für Atheisten erreichbar ist. Das habe ich selber erleben dürfen, so wurde ich vom Atheisten zum Christen.