06.11.2009

Abtreibung warum nicht? Ist doch nur ein Zellhaufen!

Der Atheismus lehrt es uns: "Abtreibung warum nicht? Ist doch nur ein Zellhaufen!" (Dawkins)
Und ich denke das kann man so sehen. Ein Embryo ist nur ein Zellhaufen und wenn dieser Zellhaufen die Lebensplanung stört dann kann man ihn entfernen.
Auch mein Kollege der besser ist als ich und meiner Karriereplanung im Weg ist, ist auch nur ein Zellhaufen. Auch ihn kann ich entfernen und wenn mich mein Partner stört und ich alles alleine für mich haben will, dann diesen genauso. Biologisch/Naturwissenschaftlich gesehen ist jedes Leben nur ein Zellhaufen, also wo ist das Problem? Weg damit wenn es stört.

Rein Naturwissenschaftlich haben wir kein Problem. Problematisch wird es nur wenn wir uns mit Themen beschäftigen wie Gefühle, Wertschätzung, Respekt, Miteinander oder noch schlimmer: Nächstenliebe. Das ist etwas womit der Atheismus Probleme hat, da man es Naturwissenschaftlich nicht erklären kann.
Dabei ist es etwas wichtiges. Es ist das was uns Menschen ausmacht, es ist das Beste was in uns Menschen steckt und es ist das besonderer für das Jesus auf eine einzigartige Art und Weise steht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Diese Aussage ist Quatsch! Denn erstens ist Atheismus nicht gleichzusetzen mit dem Mangel an Moral und Ethik bzw. haben die Religionen Moral und Ethik nicht für sich gepachtet (oft handeln sie ihr sogar zuwider, zum Beispiel in Punkto Gleichberechtigung).
Zweitens ist es falsch Atheismus mit dem sturen Glauben an Naturwissenschaften gleichzusetzen. Es bedeutet nur, dass man an keinen Gott glaubt. Nur weil man etwas (noch) nicht wissenschaftlich erklären kann, darf man es als Atheist nicht gleich verwerfen. Man kann als Atheist sogar an eine unsterbliche Seele glauben - nur darf die eben keinem Gott gehören.

Grüße.

stefan hat gesagt…

In diesem Artikel kommt Moral und Ehtik nicht vor. Deshalb verstehe ich Deinen einleitenden Satz nicht. Sehr wohl hast Du etwas richtiges ansgesprochen: Atheismus ist Gleichzusetzen mit Mangel an Moral und Ehtik. Ich muss nur an atheistische Regime denken wie das 3. Reich oder die DDR, die UDSSR, Kambotscha, Nord Korea und andere. Gut, Moral ist immer nur das was man für sich als Moral definiert. So gesehen kann niemand einen Mangel an Moral haben. Aber sehr wohl ist das was man als athistische Moral und Ehtik kennt falsch und auch menschenunwürdig. Eben zum Beispiel Abtreibung. Es ist nicht OK Menschen umzubringen, unabhängig davon ob sich der Mensch sich noch im Mutterbauch befindet oder außerhalb ist.

Das man Atheistmus mit dem sturen Glauben an die Naturwissenschaften gleichsetzen muss bezeugst Du selber in Deinen wenigen Zeilen. Dein Satz "Nur weil man etwas (noch) nicht wissenschaftlich erklären kann, darf man es als Atheist nicht gleich verwerfen" zeigt doch wie ihr Atheisten tickt, wie sehr Du in den Naturwissenschaften hängst, ja verfangen bist.
Ich war ja selber früher Atheist und konnte zum Beispiel mit den Philisophien nicht viel anfangen. Für mich waren die Naturwissenschaften eine Art Religionsersatz und der verzweifelte Versucht alles zu erklären. Aber alleine die Frage - warum gibt es mich - konnte ich nie klären. Kannst Du es mir erklären?

Das Du die Philosophie nicht erwähnst, zeigt das Du in der Wissenschaft Philisophie auch nicht zu Hause bist. Denn die Philisophie wäre eine Wissenschaft die der Atheismus ergänzend zu den Naturwissenschaften heranziehen könnte um die vielen Defizite der Naturwissenschaften auszugleichen. Aber das ganze ist wohl zu geführlich, denn Philosophie bedeutet auch das man sich anangenehmen Fragen stellen muss. Beispiele: Warum gibt es mich? Was wäre, wenn es mich nicht gäbe? Was ist, wenn ich tot bin? Wer liebt mich?

Gleichberechtigung + Moral + Ehtik: Gerade beim Thema Gleihcberechtigung finde ich weite Teile des Athistmus ziemlich daneben. Einzig in der christlichen Moral und Ehtik finde ich wirkliche Gleichberechtigung. Denn während man im Atheismus üblicherweise Mann und Frau gleichschaltet und gleichmacht und man somit Gleichberechtigung mit Gleichmacherei verwechselt, kann ich wirkliche Gleichberechtigung von Mann und Frau nur im Christentum erkennen. Denn nur hier ist die Frau eine Frau und der Mann ein Mann und beide haben in den Unterschieden die man ihnen zugesteht ihren gleichen Rechte. Das ist Gleichberechtigung und fortschrittlicher und menschenwürdiger als alles was ich aus dem Atheismus kenne.

Seele + Gott gehören: Ich kenne keine Religion in der die Seele Gott gehört. Eigentumsrechte für Seelen gibt es keine (außer am 1. April - Siehe: Onlinekunden verkauften buchstäblich ihre Seele)

Anonym hat gesagt…

"Nächstenliebe. Das ist etwas womit der Atheismus Probleme hat, da man es Naturwissenschaftlich nicht erklären kann"
Aber trotzdem wissenschaftlich und das reicht uns herzlosen Atheisten (bitte verzeih den Sarkasmus). Nächstenliebe (oder Selbstlosigkeit und Mitgefühl) liegt in der menschlichen Natur, denn sie stärkt den Zusammenhalt der Gruppe und verbessert somit ihre Überlebenschancen.


... atheistische Regime denken wie das 3. Reich oder die DDR ...
1. Ein Regime, in dem der vom Okkulten und nordischen Göttern begeisterte Führer sich derart anhimmeln lässt und die begeisterten Massen ihm zu Füßen liegen, nennst du atheistisch?
Und Lenin wurde übrigens einbalsamiert und ausgestellt (wurde er angebetet?).
Wir haben es hier meiner Meinung nach mit religionsähnlichen Ideologien zu tun.

2. Die von dir genannten Regime haben eines gemeinsam: es waren Diktaturen. Hier haben relativ kleine Gruppen von gestörten Menschen mit Gewalt über andere geherrscht. Die beherrschten konnten wenig dagegen tun. Schließlich waren die Deutschen im Dritten Reich weder atheistisch noch waren alle Nazis; die Kirche war nach wir vor in Deutschland präsent. Es spielte in diesen Diktaturen somit keine Rolle, welcher Religion die Mehrheit der Bevölkerung (nicht) angehörte.

3. Können wir uns darauf einigen, dass viele Menschen dazu neigen, Ideologien zu folgen und die Augen vor unangenehmen Wahrheiten zu verschließen - ungeachtet ihrer (Nicht)religiosität?


Das Du die Philosophie nicht erwähnst...
Ich habe doch mit der Seele angefangen, oder? Das ist eindeutig ein philosophisches Thema. Ich finde es schön, über philisophische Themen zu dikustieren, da sie so vielseitig und "unscharf" sind - im Gegensatz zu Naturwissenschaften.

Warum gibt es mich?
Das habe ich meine Eltern schon gefragt ;-)

Was wäre, wenn es mich nicht gäbe?
Die Erde wäre ein trostloser Ort, mich würde es aber dann nicht weiter stören ;-)

Was ist, wenn ich tot bin?
Ich fürchte, dann ist es vorbei, aber ich hoffe ich irre mich.


Sorry, wenn ich Atheist nicht so denke, wie Du es gerne hättest.

stefan hat gesagt…

Aber trotzdem wissenschaftlich und das reicht uns herzlosen Atheisten (bitte verzeih den Sarkasmus). Nächstenliebe (oder Selbstlosigkeit und Mitgefühl) liegt in der menschlichen Natur, denn sie stärkt den Zusammenhalt der Gruppe und verbessert somit ihre Überlebenschancen.
Aber nur so lange es sich auf die eigene Gruppe bezieht. Damit bist Du weit von der jüdisch-christlichen Nächensliebe entfernt die schon Moses (deshalb spreche ich von jüdisch-christlich) definiert hat. Jesus hat genau genommen Moses zitiert, bzw. die Wort die Moses von Gott erhalten hat und diese Worte gehen eben viel weiter. Und das schon seit 3000 Jahren.

Nächstenliebe kann man mit den Naturwissenschaften nicht erklären.

1. Ein Regime, in dem der vom Okkulten und nordischen Göttern begeisterte Führer sich derart anhimmeln lässt und die begeisterten Massen ihm zu Füßen liegen, nennst du atheistisch?
Und Lenin wurde übrigens einbalsamiert und ausgestellt (wurde er angebetet?).
Wir haben es hier meiner Meinung nach mit religionsähnlichen Ideologien zu tun.

Im 3. Reich gab es einige die sich von nordischen Göttern haben beeinflussen lassen (z.B. Himmler), aber das war keine religiöse Einstellung. Eher war es zum Teil der Versuch eine neue Religion zu erfinden, was letztendlich zutiefst Atheistisch ist.

Und die DDR war Atheistisch.

2. Die von dir genannten Regime haben eines gemeinsam: es waren Diktaturen. Hier haben relativ kleine Gruppen von gestörten Menschen mit Gewalt über andere geherrscht. Die beherrschten konnten wenig dagegen tun. Schließlich waren die Deutschen im Dritten Reich weder atheistisch noch waren alle Nazis; die Kirche war nach wir vor in Deutschland präsent. Es spielte in diesen Diktaturen somit keine Rolle, welcher Religion die Mehrheit der Bevölkerung (nicht) angehörte.
So ist es. Die Mehrheit der Bevölkerung spielte keine Rolle und deshalb rede ich von atheistischen Regimen. Eben weil die Führungsschicht atheistisch war.

3. Können wir uns darauf einigen, dass viele Menschen dazu neigen, Ideologien zu folgen und die Augen vor unangenehmen Wahrheiten zu verschließen - ungeachtet ihrer (Nicht)religiosität?
Ich habe kein Problem damit ... gerne können wir uns darauf einigen.

Ich habe doch mit der Seele angefangen, oder? Das ist eindeutig ein philosophisches Thema. Ich finde es schön, über philisophische Themen zu dikustieren, da sie so vielseitig und "unscharf" sind - im Gegensatz zu Naturwissenschaften.
Eigentlich gehört die Seele mehr zur Theologie, zumindest wenn man über die unsterbliche Seele redet. Es gibt wohl philisophische Ansätze die aber nie so weit gehen wie die theologischen.

Mir geht es auch mehr darum das ich bei vielen Atheisten die Suche nach Antworten vermisse und dabei feststelle das sie sich nicht einmal der Philosophie bedienen die durchaus auch für Atheisten tiefgründige Antworten liefern könnte. Dabei kann die Philosophie sogar ein Ersatz für die Theologie sein und Atheisten helfen könnte die Lücken zu schließen die durch die Naturwissenschaften unbeantwortet bleiben. Deshalb meine Frage, die auch auf einen atheistischen Weg hinweist wie man bessere Antworten finden kann.


Warum gibt es mich?
Das habe ich meine Eltern schon gefragt ;-)

Und was war die Antwort? Welchen Sinn hat Dein Leben, Deine Existenz?

Was wäre, wenn es mich nicht gäbe?
Die Erde wäre ein trostloser Ort, mich würde es aber dann nicht weiter stören ;-)

Eine gute Antwort... ;-)
Die Frage ist aber ob man das ehrlich so sehen kann, ob man sich so definierne kann.

Was ist, wenn ich tot bin?
Ich fürchte, dann ist es vorbei, aber ich hoffe ich irre mich.

Auch eine gute Antwort. Wenn alles vorbei ist, merkt man es ja auch nicht das es so ist.

Nur finde ich es gut, das ich weiß wie es weiter geht. Ich habe das Vertrauen (= Glauben) das es weiter geht.

Sorry, wenn ich Atheist nicht so denke, wie Du es gerne hättest.
Du bist viel besser als ich gedacht habe. Dafür danke ich Dir.

Anonym hat gesagt…

Eher war es zum Teil der Versuch eine neue Religion zu erfinden, was letztendlich zutiefst Atheistisch ist.
Dann war Joseph Smith (Begründer des Mormonentums) also Atheist? Und gleichzeitig zählen für uns nur Naturwissenschaften? Du widerspricht dir selbst und liegst doch in beidem falsch.

Und die DDR war Atheistisch.
So schlecht soll es drüben nicht gewesen sein. Es herrschte ein gutes Gemeinschaftsgefühl in der Bevölkerung; man war für einander da (und hatte in der Partei einen gemeinsamen Feind ;-) Einige wünschen sich sogar die Mauer zurück (sind wir wirklich so schlimm? :-)

So ist es. Die Mehrheit der Bevölkerung spielte keine Rolle und deshalb rede ich von atheistischen Regimen. Eben weil die Führungsschicht atheistisch war.
Gut, lassen wir das so stehen, denn Stalin war zweifellos Atheist. Aber beging er böse Taten, weil er nicht an Gott glaubte? Wohl kaum. Wie ich bereits einwendete, existieren Moral und Ethik unabwängig vom Theismus. Und der Glaube wiederum ist auch kein Schuzt vor Verfehlungen, weder großen noch kleinen. Welchen Sinn hätte sonst auch die katholische Beichte und die Kirche hätte zur Zeit auch keinen solchen PR-Albtraum.
Dass Hitler Atheist war wird zwar oft behauptet, ist aber zweifelhaft; er war zumindest Katholik und hat sich nie offen abgewendet. Und die Gürtelschnallen der Nazis trugen angeblich die Aufschrift "Gott mit uns". Das alles ist natürlich kein Beweis, aber wir wollen ja jetzt nicht wissenschaftlich werden.

Aber ich muss dir insofern Recht geben, das Menschen, die nicht religiös erzogen werden, je nach dem vorherrschenden Schulsystem oder gesellschaftlichem Umfeld, eventuell etwas in Punkto Moral und Ethik fehlen könnte. Grund hierfür ist, dass es eben keine atheistische Erziehung gibt, weil der Atheismus kein selbständiges Glaubenssystem ist (worauf ich nachfolgend noch näher eingehe). Aber eben deswegen kann man es auch dem Atheismus nicht ankreiden (weil er nicht ist, was er nicht ist).

Mir geht es auch mehr darum das ich bei vielen Atheisten die Suche nach Antworten vermisse und dabei feststelle das sie sich nicht einmal der Philosophie bedienen die durchaus auch für Atheisten tiefgründige Antworten liefern könnte. Dabei kann die Philosophie sogar ein Ersatz für die Theologie sein und Atheisten helfen könnte die Lücken zu schließen die durch die Naturwissenschaften unbeantwortet bleiben.
Ja, da stimme ich dir zu. Auch wenn du den Fehler machst, von den Atheisten wie von einer geschlossenen Gemeinschaft zu sprechen. Mit welchen Themen sich ein einzelner Atheist beschäftigt, entzieht sich unserer Kenntnis. Außerdem soll der Atheismus schließlich weder ein Religionsersatz sein, noch Antworten auf den Sinn des Lebens liefern. Er trifft nur eine einzige Aussage, nämlich die, dass es (wahrscheinlich) keinen Gott gibt. Für alles andere ist er nicht zuständig und will es auch nicht sein.

Deshalb meine Frage, die auch auf einen atheistischen Weg hinweist wie man bessere Antworten finden kann.

Welchen Sinn hat Dein Leben, Deine Existenz?
Natürlich habe ich mich auch ernsthaft mit dieser Frage beschäftigt. Kurz gesagt: ich denke, es gibt keine Notwendigkeit für einen Sinn meiner Existenz.

Was wäre, wenn es mich nicht gäbe?
> Die Erde wäre ein trostloser Ort, mich würde es aber dann nicht weiter stören ;-)
Eine gute Antwort... ;-)
Die Frage ist aber ob man das ehrlich so sehen kann, ob man sich so definierne kann.

Ich habe kein Problem damit. Wenn es mich nie gegeben hätte, würde mich keiner vermissen. Aber wenn es mich jetzt plötzlich nicht mehr geben würde, sähe das ganze natürlich anders aus.

>Sorry, wenn ich Atheist nicht so denke, wie Du es gerne hättest.
Du bist viel besser als ich gedacht habe. Dafür danke ich Dir.

Danke. Ich versuche stets mein bestes.

Anonym hat gesagt…

Aber nur so lange es sich auf die eigene Gruppe bezieht. Damit bist Du weit von der jüdisch-christlichen Nächensliebe entfernt die schon Moses (deshalb spreche ich von jüdisch-christlich) definiert hat. Jesus hat genau genommen Moses zitiert, bzw. die Wort die Moses von Gott erhalten hat und diese Worte gehen eben viel weiter. Und das schon seit 3000 Jahren.
"Und Moses sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: 'Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten'. Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann." - 2. Mose 32,27–28
Die jüdische Nächstenliebe bezieht sich (zumindest in ihrer ursprünglichen Form) ebenfalls nur auf das eigene Volk. Wie das heute ausgelegt wird, weiß ich leider nicht.
"Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? Siehe, haben nicht diese die Israeliten durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versündigten am HERRN durch den Baal-Peor, sodass der Gemeinde des HERRN eine Plage widerfuhr? So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben." - 4. Mose 31,14-17

Nächstenliebe kann man mit den Naturwissenschaften nicht erklären.
Na und? Muss man ja auch nicht; niemand verlangt das.

stefan hat gesagt…

Aber nur so lange es sich auf die eigene Gruppe bezieht. Damit bist Du weit von der jüdisch-christlichen Nächensliebe entfernt die schon Moses (deshalb spreche ich von jüdisch-christlich) definiert hat. Jesus hat genau genommen Moses zitiert, bzw. die Wort die Moses von Gott erhalten hat und diese Worte gehen eben viel weiter. Und das schon seit 3000 Jahren.
"Und Moses sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: 'Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten'. Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann." - 2. Mose 32,27–28
Die jüdische Nächstenliebe bezieht sich (zumindest in ihrer ursprünglichen Form) ebenfalls nur auf das eigene Volk. Wie das heute ausgelegt wird, weiß ich leider nicht.
"Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? Siehe, haben nicht diese die Israeliten durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versündigten am HERRN durch den Baal-Peor, sodass der Gemeinde des HERRN eine Plage widerfuhr? So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben." - 4. Mose 31,14-17

Beide Bibelstellen beziehen sich auf kriegerische Auseinandersetzungen, die letztere sogar auf eine mit einem Detail das eben dazu führt das sich die Israreliten so verhalten sollten. Bei den Midianiter haben Männer und Frauen gemeiensame gegen die Israeliten gekäpft und jeder mit seinen Waffen. Also Frauen zum Beispiel dadurch das sie sich prostituierten (Siehe 4. Moses 25). Dieses harte Vorgehen war eine Verteidigung, auch wenn sie wirklich heftig war. Aber war wohl notwenidg um das Volk der Israeliten zu schützen.
Die jüdische Nächstenliebe ist so wie sie von Moses verkündet wurde an alle Menschen gerichtet und hat nichts mit den kriegerischen Auseinandersetzungen zu tun.
Denn auch wenn sich die Israeliten immer als das Volk Gottes sahen und sehen, sind doch alle anderne Menschen auch gleichwertige Geschöpfe Gottes.

Nächstenliebe kann man mit den Naturwissenschaften nicht erklären.
Na und? Muss man ja auch nicht; niemand verlangt das.

Ähm ... Du hast es aber versucht.

stefan hat gesagt…

Eher war es zum Teil der Versuch eine neue Religion zu erfinden, was letztendlich zutiefst Atheistisch ist.
Dann war Joseph Smith (Begründer des Mormonentums) also Atheist? Und gleichzeitig zählen für uns nur Naturwissenschaften? Du widerspricht dir selbst und liegst doch in beidem falsch.

Joseph Smith hat nicht absichtlich eine Religion erfunden, sondern ist seinen Eingebungen gefolgt. Joseph Smith hat ja keine neue Religion geplant oder so, sondern eine bestehende Religion abgeändert. Hier unterschiedet er sich deutlich vom vorgehen der Atheisten in der NSDAP die einfach das so machten wie es ihnen Spass gemacht hatte.

Und die DDR war Atheistisch.
So schlecht soll es drüben nicht gewesen sein. Es herrschte ein gutes Gemeinschaftsgefühl in der Bevölkerung; man war für einander da (und hatte in der Partei einen gemeinsamen Feind ;-) Einige wünschen sich sogar die Mauer zurück (sind wir wirklich so schlimm? :-)

Hmmm ... also ich höre auch ab und zu das man das - so schlecht war es nicht - auch vom 3. Reich hört. Was sagt das? Doch nur das man das wenig Gute, was es sicher auch gegeben hat da nicht dort alle Menschen prinzipell schlecht waren, betont und alles andere, die massive Unterdrückung und Verfolgung, den menschenverachtenden Umgang mit nicht "passenden" Menschen und vieles andere vergisst. Ich möchte keinen Vergleich 3. Reich oder DDR wagen, aber die Ursache warum manche meinen da etwas schönreden zu müssen ist sicher mit ähnlichen Hintergurnd zu suchen.
Nur aber das es verboten ist das 3. Reich zu glorifzieren, während es zulässig ist das von der DDR zu tun. Bei den "Linken" ist das ja durchaus gang und gäbe und das auch ungeachtet dessen das sie in Regierungsverantwortung stehen.

stefan hat gesagt…

Gut, lassen wir das so stehen, denn Stalin war zweifellos Atheist. Aber beging er böse Taten, weil er nicht an Gott glaubte? Wohl kaum. Wie ich bereits einwendete, existieren Moral und Ethik unabwängig vom Theismus. Und der Glaube wiederum ist auch kein Schuzt vor Verfehlungen, weder großen noch kleinen. Welchen Sinn hätte sonst auch die katholische Beichte und die Kirche hätte zur Zeit auch keinen solchen PR-Albtraum.
Der Glaube an Gott macht nicht automatisch einen besseren Menschen. Aber sehr wohl führt die Überzeugung das es einen Gott gibt zum nachdenken und auch zur Umkehr hin zu dem was Jesus uns vorgibt. Und Jesus anzunehmen bedeutet das man hart an sich arbeitet besser zu werden. Das macht auch jetzt aus einen Verbrecher keinen heiligen, aber sehr wohl einen zumindest "etwas" besseren Menschen.
Glaube ist kein Schutz vor Verfehlungen, aber es hilft einen besser mit seinen "dunklen" Seiten umzugehen. Man erkennt sie besser, man macht auch was dagegen.

Und mit der Beichte das das nur indirekt zu tun. Denn einerseits sieht sich jeder Christ als Sünder, das heisst man versucht es richtig zu machen, man weiß aber man macht viele Fehler. Die Beichte ist ein wesentlicher Bestandteil dabei sich seine Fehler bewusst zu werden und sich zu ändern. Die Beichte ist aber auch eine Möglichkeit einfach sein Herz auszuschütten und von allen frei zu machen was man falsches getan hat. Gott vergibt einen wenn man es schaft sich der Schuld anzunehmen.

Mit dem PR-Albtraum hat es schon was zu tun. Die katholische Kirche darf sich nicht in einer Art und Weise wehren wie es andere tun würden. Die Kirche ist verpflichtet sich tiefgründig mit dem Thema zu beschäftigen, eben weil man gläubig ist. So ist die Kirche auch verpflichtet sich zu ändern, weil sie eben genau das nicht will was passiert ist. Die Kirche ist auch verpflichtet sich den Opfern anzunehmen und einen besseren Weg zu gehen als alle anderen. Deshalb kann die katholische Kirche nicht so tun als wäre es ein Problem von geringer Dimension, was es statistisch ja ist. Denn nur ca. 0,06 % aller Missbrauchsfälle geschehen in Zusammenhang mit katholischen Einrichtungen. Das ist ein so gerigner Anteil, der statistisch nicht auffallen würde wenn es ihn nicht gäbe. Das alleine wäre Grund genug zu sagen: Schaut her, bei uns passiert zwar was, aber anderswo ist es viel schlimmer. Es gibt keinen Bischof oder Pfarrer der so etwas sagt. Man sagt dagegen: Es ist schlimm was passiert, wir müssen uns ändern, wir müssen den Opfern helfen, wir müssen die Täter bestrafen. Es geht zum Beispiel total unter das die katholische Kirche seit Jahren Verfahrensregeln hat die viel weiter gehen als die anderer Organisationen. Nein, das reicht nicht, man will noch besser wenden. Das ist das dümmste was man PR-mäsig tun kann, deshalb auch dieser PR-Albtraum. Aber es ist richtig es so zu tun. Und nur darauf kommt es an.

Nim mal als Gegenbeispiel die atheistische Organisation Humanistische Union, eine Organisation die sich oft als humanistisch-moralisches Gegenstück zu den Kirchen sieht. Die HU hat bis vor wenigen Jahren noch enge Kontekte zu pädophilen Organisationen gehabt und hat nur mit viel Glück vor 10 Jahren einen Beschluß im eigenen Vorstand zugunsten einer Forderung nach Straffreiheit von Pädophilie verhindert. Das es zudem eine bedenkliche Nähe zwischen den Vorfällen der Odenwaldschule und Beiratsmitlgiedern der HU gibt hat trotzdem niemanden bei der HU dazu gebracht sich im Namen der Humanistischen Union zu entschuldigen. Es gibt auch keine Intention sich von Beiratmitgliedern zu trennen die sich bei der Affaire der Odenwaldschule falsch verhalten hat, es wird tolleriert das zum Beispiel aus Opfen Täter gemacht wurden. So verhält man sich PR-mäsig richtig, so können sich nicht-gläubige verhalten, weil sie bestenfalls oberflächlich mit Moral und Ehtik auseinandersetzen muss und sich noch weniger daran hält.

stefan hat gesagt…

Welchen Sinn hat Dein Leben, Deine Existenz?
Natürlich habe ich mich auch ernsthaft mit dieser Frage beschäftigt. Kurz gesagt: ich denke, es gibt keine Notwendigkeit für einen Sinn meiner Existenz.

Siehst Du, ich sehe in meiner Existent viel Sinn. Eben zum Beispiel weil ich weiß das Gott wollte das es mich gibt. Aber auch in meiner Tochter für die ich ein wichtiger Mensch bin.

Ich habe kein Problem damit. Wenn es mich nie gegeben hätte, würde mich keiner vermissen. Aber wenn es mich jetzt plötzlich nicht mehr geben würde, sähe das ganze natürlich anders aus.
Nach dem Atheismus würdest Du es nicht merken. Es geht weiter und Du bist weg und bkeommst nichts mehr mit. Dunkelheit, Stillstand, für immmer. So sieht der Atheismus wie es für Dich nach dem Tode weitergeht.